Archiv der Kategorie: Arbeiten

Leuchtfeuer

Graphisches Log Schöppingen

2014

Wenn abends die Sonne untergeht, beginnt das Leuchtfeuer von der Kraft des Ortes und der BewohnerInnen Schöppingens zu erzählen. Leuchtfeuer ist eine skulpturale Anordnung, die eine LED Anzeige, Photovoltaikmodule und Akkus miteinander vereint. Die Photovoltaikmodule wandeln Sonnenenergie in elektrische Energie. Die elektrische Energie wird im Akku in chemische Energie umgewandelt und dort gespeichert. Nachts wird die chemische Energie im Akku in elektrische Energie umgewandelt und speist die LEDs, die die elektrische Energie in Lichtenergie zurückwandeln Die Arbeit Leuchtfeuer ist im öffentlichen Raum Schöppingen installiert, speichert tagsüber Sonnenenergie, um damit abends das LED-Laufschriftmodul zum Leuchten zu bringen. Die Gespräche mit SchöppingerInnen und BewohnerInnen des Künstlerdorfes zu dem Themenfeld Kraft und Energie bilden die Grundlage der Installation. Die Gespräche erzählen von persönlicher Kraft, Kraftquellen und den individuellen Energieressourcen. Ausschnitte aus diesen Gesprächen werden im Original wiedergegeben, lediglich die Auswahl und die Anordnung choreographiert die Künstlerin. Vorname und Altersangabe geben Rückschluss auf Geschlecht und Generation der Person. Die Synergie von Sonnenenergie und der Kraft der BewohnerInnen bündelt sich in dieser skulpturalen Anordnung als Kraft Schöppingens in einen sich selbst vermehrenden Energiekreislauf. Leuchtfeuer erzählt weit über den Berg hinaus von der Kraft Schöppingens. Der technische Aufbau der skulpturalen Anordnung ist mit der in Heek/Westf. Firma Gausling und der Firma ABN Trafobau aus Nienborg/Westf. entwickelt und realisiert worden Die Gestaltung der Arbeit ist gemeinsam mit dem Architekten Ralph Walczyk entwickelt worden. Ralph Walczyk, geboren in Straubing, lebt und arbeitet in München. Das Projekt Leuchtfeuer wurde im Rahmen des KWW Stipendiums realisiert, gefödert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.Das Projekt wurde ebenso großzügig durch die Bürgerstiftung und der Gemeinde Schöppingen unterstützt.

Serie Dreharbeiten

2002 – 2004

Die Arbeiten beschäftigen sich mit dem scheinbar zufälligen Zusammentreffen von Menschen. Wann entsteht eine Beziehung zwischen zwei und mehr und wann verbleiben die Personen in ihrem Dasein isoliert? Einzelpersonen aus der Presse und dem eigenen Photoarchiv werden auf dem Bildgrund zusammengefügt. Um eine zunächst formale Gemeinsamkeit herzustellen, werden Bildfragmente aus unterschiedlichen Kontexten auf eine Ebene durchgezeichnet. Die Beziehung der Personen zueinander ist nicht eindeutig zu klären, ebenso sind die Orte, an denen sich die Figuren aufhalten, nicht genau zu bestimmen. Das Wie? und Warum? und das Wie weiter? zu klären, wird dem Betrachter überlassen. Allen Arbeiten liegt das Quadrat zugrunde. Die Arbeiten sind drehbar. Die Arbeiten funktionieren von allen Seiten.
Für die Galerie Hagenring 2004 habe ich erstmals eine Wandzeichnung vor Ort konzipiert. Diese Wandarbeit überschreitet zum ersten Mal den konstruierten Raum der zweidimensionalen Arbeiten. Erschlossen sich bisher dem Betrachter die dargestellten Situationen, indem er die Arbeiten drehte, so muss er sich nun selbst in diesen bewegen – nahezu in sie eintauchen.

Lichthof Köln

2004


Hagenring Galerie

2004


Heßstraße

2003


Dreharbeiten – Malerei

70 x 70 cm
Mischtechnik auf Papier
2003


Gewinner des Oberbayerischen Förderpreises

2004


Dreharbeiten Zeichnungen

30,4 x 30,4 cm
Mischtechnik auf Papier
2004


Drehwürfel

19 x 19 cm
Mischtechnik auf Tulpenholz
2004 – Auflage 6


Freunde Finden

30,4 x 30,4 cm
Mischtechnik auf Papier
2003

Der Stoff aus dem die Träume sind

2015

Graphisches Log Pasing


Welche Gefühle bewegen uns, wenn wir den privaten Raum verlassen und Teil des oftmals unkalkulierbaren Geschehens im öffentlichen Raum werden? Im Vorfeld ihres Projekts bat Silvia Wienefoet Menschen mit und ohne Behinderung, zu dieser Frage Tagebuch zu führen. Ausschnitte dieser Notizen wurden auf T-Shirts gedruckt. Lediglich Vorname und Alter geben Hinweise auf Generation und Geschlecht des Autors/der Autorin. „Der Stoff aus dem die Träume sind“ konnte während der Projektzeitt kostenlos übernommen werden. Einzige Auflage: Die T-Shirts mussten vor Ort im Projektraum angezogen werden. Die Ausstellung hat während der Projektzeit den Ausstellungsraum verlassen und ist in den öffentlichen Raum übergegangen. 111 Stoffe aus dem die Träume sind eroberte so den öffentlichen Raum und macht die Gefühle von Menschen mit und ohne Behinderung für jedermann sichtbar.

7.83 Herz

2017

Fassaden-Klang-Installation.


Die künstlerische Arbeit 7,83 Hertz denkt die Architektur des Gebäudes als Resonanzkörper, der den Nutzern der Kindertagesstätte die Erfahrung von Resonanz auf verschiedenen Ebenen ermöglicht.
7 ,83 Hertz | installiert sechs Röhrengongs aus einer ausgesuchten Messinglegierung im Eingangsbereich der Kindertagesstätte, die sich aufgrund ihres großen Durchmessers und entsprechender Länge durch lang anhaltenden Nachklang sowie ihren vollen gongartigen Ton auszeichnen. Lattiertes Tannenholz in unterschiedlichen Höhen und Tiefen nimmt sowohl im Innen- als auch im Außenbereich des Eingangs die entstehenden Schwingungsmoden auf und trägt die erzeugte Resonanz durch die artifiziell sichtbaren Schwingungsmoden in den Resonanzkörper Kindertagesstätte hinein.
Klangkunst Wolfgang Deinert