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Leuchtfeuer

Graphisches Log Schöppingen

2014

Wenn abends die Sonne untergeht, beginnt das Leuchtfeuer von der Kraft des Ortes und der BewohnerInnen Schöppingens zu erzählen. Leuchtfeuer ist eine skulpturale Anordnung, die eine LED Anzeige, Photovoltaikmodule und Akkus miteinander vereint. Die Photovoltaikmodule wandeln Sonnenenergie in elektrische Energie. Die elektrische Energie wird im Akku in chemische Energie umgewandelt und dort gespeichert. Nachts wird die chemische Energie im Akku in elektrische Energie umgewandelt und speist die LEDs, die die elektrische Energie in Lichtenergie zurückwandeln Die Arbeit Leuchtfeuer ist im öffentlichen Raum Schöppingen installiert, speichert tagsüber Sonnenenergie, um damit abends das LED-Laufschriftmodul zum Leuchten zu bringen. Die Gespräche mit SchöppingerInnen und BewohnerInnen des Künstlerdorfes zu dem Themenfeld Kraft und Energie bilden die Grundlage der Installation. Die Gespräche erzählen von persönlicher Kraft, Kraftquellen und den individuellen Energieressourcen. Ausschnitte aus diesen Gesprächen werden im Original wiedergegeben, lediglich die Auswahl und die Anordnung choreographiert die Künstlerin. Vorname und Altersangabe geben Rückschluss auf Geschlecht und Generation der Person. Die Synergie von Sonnenenergie und der Kraft der BewohnerInnen bündelt sich in dieser skulpturalen Anordnung als Kraft Schöppingens in einen sich selbst vermehrenden Energiekreislauf. Leuchtfeuer erzählt weit über den Berg hinaus von der Kraft Schöppingens. Der technische Aufbau der skulpturalen Anordnung ist mit der in Heek/Westf. Firma Gausling und der Firma ABN Trafobau aus Nienborg/Westf. entwickelt und realisiert worden Die Gestaltung der Arbeit ist gemeinsam mit dem Architekten Ralph Walczyk entwickelt worden. Ralph Walczyk, geboren in Straubing, lebt und arbeitet in München. Das Projekt Leuchtfeuer wurde im Rahmen des KWW Stipendiums realisiert, gefödert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.Das Projekt wurde ebenso großzügig durch die Bürgerstiftung und der Gemeinde Schöppingen unterstützt.